Der Weg nach Golgatha

Golgatha
Fo­to: Sa­rahC. / pi​xelio​.de

Dei­ne sünd­lo­sen Schul­tern tra­gen ei­ne schwe­re Last.
Welch Hohn, welch Spott, welch Schmer­zen du für mich er­tra­gen hast.
Doch schwe­rer als der Stamm aus Holz,
wiegt mein Got­tes­hass, mein Stolz.
 
Als man dich be­schimpf­te und be­spuck­te und ver­lach­te,
war ich ei­ner der vor­über ging, der dei­ner nicht ge­dach­te.
Doch in mei­ner Blind­heit hast du mich längst ge­se­hen
und ließt es aus Lie­be zu mir ge­sche­hen.
 
Ich kam nie auf den Ge­dan­ken, nach dir zu fra­gen, 
bis ich ward ge­zwun­gen, dein Kreuz dir zu tra­gen.
Doch mei­ne Schuld war un­trag­bar;
die trugst du nach Gol­ga­tha.
 
Nun ste­he ich vor Gol­ga­tha und wag den Blick hin­auf
und se­he wie mein Le­ben ward mit teu­rem Blut er­kauft.
Ich steh mit lee­ren Hän­den da und weiß, dass ich nichts bin;
Aber du bist mein Ret­ter, Herr, und das ist mein Ge­winn.
 
Mein Herr, du wuss­test ganz ge­nau, du wirst den Sieg er­lan­gen
auf dem Weg nach Gol­ga­tha.
Du hast das Leid er­tra­gen, bist ihn bis zum Schluss ge­gan­gen, 
den Weg nach Golgatha.

Na­tha­lie Krumbiegel

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