Be­geg­nun­gen

In der Neu­jahrs­nacht hab’ ich ei­nen Men­schen ge­trof­fen,
der war an­schei­nend für nichts mehr of­fen,
denn statt ei­nem Jahr, das mich glück­lich sein lässt
wünsch­te er mir ein fro­hes Weihnachtsfest.

“Hal­lo”, sag­te ich “das kann doch nicht sein,
Du trinkst an­schei­nend zu viel Wein.”
“Nein, nein” sag­te er “ich bin nüch­tern und klar“ 
‘fro­he Weih­nach­ten’ gilt auch im Ja­nu­ar
und das nicht nur bis zum Drei­kö­nigs­tag,
denn das Kind, das einst süß in der Krip­pe lag
ist längst der auf­er­stan­de­ne HERR,
zum Him­mel ge­fah­ren und noch mehr.
Er will in Dei­nem Her­zen woh­nen,
und das na­he Le­ben mit Ihm wird sich lohnen.”

Ich hab’ dar­über nach­ge­dacht
und mei­ne Tür Ihm auf­ge­macht.
Seit­dem hat mein Le­ben Be­stim­mung und Sinn,
zur Ge­müt­lich­keit ist das Äu­ße­re “drin”,
doch das bes­te von Weih­nach­ten, ist mir jetzt klar,
gibt es an al­len Ta­gen im Jahr.

M. S.

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