Tom­my

Tom­my ist ein Ter­rier­hund,
mal lieb, mal frech, froh und ge­sund
liebt er die Sei­nen und sein Le­ben,
das ihm der Schöp­fer hat gegeben.

Doch er be­nimmt sich auch ver­rückt,
es scheint, dass er nicht rich­tig tickt:
Beim Gassi-Geh’n ver­sucht er mit ei­ser­nem Wil­len
sei­nen Durst aus schmut­zi­gen Pfüt­zen zu stillen.

Im Napf ist fri­sches Was­ser vor­han­den,
doch er mag’s aus dem Blu­men­topf, ab­ge­stan­den.
Tom­my, aus Dir wird man nicht schlau,
Du bist schon ein ko­mi­scher “Wau wau”. 

Dein Be­neh­men bie­tet Grund zum La­chen;
doch sind wir nicht Men­schen, die es ähn­lich so machen?

Um un­se­re tiefs­te Sehn­sucht zu stil­len,
miss­brau­chen wir oft den frei­en Wil­len,
in­dem wir dies und je­nes tun,
an­statt im Ge­bet bei Je­sus zu ruh’n.

Er al­lein hat doch Was­ser und Brot des Le­bens;
Durst wo­an­ders zu stil­len ist ver­ge­bens.
Auch wenn dies schnel­le Er­leich­te­rung schafft,
fehlt kur­ze Zeit wie­der zum Le­ben die Kraft. 

Des­halb, Ge­schöpf Got­tes, tritt nicht auf der Stel­le,
son­dern still dei­nen Durst aus der Lebensquelle.

M. S.

con­ger­de­sign / pixabay​.com Fo­to: con­ger­de­sign / pixabay​.com
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